Kann man über Depressionen Witze machen?

Die beiden Komiker Kurt Krömer und Torsten Sträter reden über Ihre Depression.

Kurt Krömer, der es  in seiner Sendung “Chez Krömer” eigentlich nur darauf anlegt, seine Gäste bloßzustellen und zu beleidigen, hat sich den Poetry Slamer und Kabarettisten Torsten Sträter eingeladen. Nach anfänglichen oberflächlichen Gequatsche wechselt Krömer plötzlich nach 9:40 Minuten abrupt das Thema. „Wir haben eine Sache gemeinsam. Ich habe Bauchschmerzen, Schiss darüber zu sprechen!“ Krömer litt, genauso wie Sträter an schweren Depressionen. Sie erzählen sich, wie sie als Person von öffentlichen Interesse mit dieser Erkrankung leben konnten, wie sie sie therapiert haben, über ihre Angst, das Lustigsein zu verlieren und was sie jetzt tun, damit sie stabil bleiben. Im Laufe der nächsten 20 Minuten weiß man gar nicht mehr, wer hier eigentlich wen interviewt. Auch scheint die Kamera für die Beiden überhaupt nicht mehr zu existieren. Als Zuschauer*in hat man das Gefühl, mit dem Beiden im Wohnzimmer zu sitzen. Für Krömer ist es das erste Mal, dass er öffentlich über seine Erkrankung spricht. Sträter dagegen beginnt schon mal seine Show mit den Satz: „Ich bin depressiv!“
Dieser Beitrag kann viel dazu beitragen, das Thema Depression noch mehr aus der Tabuecke zu holen. Besonders junge Menschen und Angehörige können sich aus diesem Gespräch viel herausziehen.

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